"Skiseminar" abzugsfähig?

Ein Unternehmer organisierte Skiseminare in Salzburg für seine Kunden samt Ehepartnern sowie für die Mitarbeiter. Betriebsbezogene Programmpunkte waren eine einstündige Schulung und Diskussionsrunden beim gemeinsamen Mittagessen in der „Jagahütte“.

Z’samm, z’samm ... Dass das „Skiseminar“ auch eine Stunde Schulung beinhaltete, war dem Fiskus zu wenig (Foto: Wild-Spirit - Thinkstock.com)

Die übrige Zeit wurde mit Skifahren, Frühstück im Iglu, Eisstockschießen und Après-Ski verbracht. Aus den diversen Rechnungen des Events beantragte der Unternehmer die Vorsteuerrückerstattung. – Das Finanzamt ließ diese nicht zu. Begründung: Immer dann, wenn das Entgelt ertragsteuerlich überwiegend nicht abzugsfähig ist, steht auch kein Vorsteuerabzug zu

Dies gilt für Repräsentationsausgaben im Besonderen. Und die Aufenthaltsfinanzierung samt Skipässen für Angestellte, Geschäftskunden und  Ehegatten seien klassische Repräsentationsaufwendungen, so das Finanzamt, auch wenn ein Vortrag mit Bezug zum Unternehmen angeboten wurde.

Auch die Reisekosten der Mitarbeiter wurden als nicht abzugsfähig beurteilt, womit auch kein Vorsteuerabzug anerkannt wurde. Dies, weil das außerbetriebliche Programm überwog. Ergebnis: keine steuerliche Anerkennung – weder ertrags- noch umsatzsteuerlich.

GEWINN verwendet Cookies um die Website möglichst benutzerfreundlich zu gestalten und Ihnen damit den bestmöglichen Service zu gewährleisten.
Wenn Sie fortfahren, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.