Spezialkur als außergewöhnliche Belastung

Eine Querschnittgelähmte unterzog sich einer Kurbehandlung in einer am Meer gelegenen spezialisierten Krankenanstalt.

Eine Querschnittgelähmte, die sich in ­einer Spezialheilanstalt behandeln ließ, kann auch ohne ärztliche Bestätigung vorab auf Absetzbarkeit hoffen (Foto: Monkey Business Images – Thinkstock.com)

Da sie sich vorab aber kein ärztliches Zeugnis über die Notwendigkeit des Aufenthalts hatte ausstellen lassen, verneinten Finanzamt und Bundesfinanzgericht die Berücksichtigung der Ausgaben als außergewöhnliche Belastung.

Der VwGH sah das anders (Ra 2015/13/0042). Es handelte sich hier schließlich um einen Aufenthalt in einer kroatischen „Spezialanstalt für die Rehabilitation Schwerversehrter (Querschnittgelähmter und Amputierter)“. Hier stellen sich nicht die üblichen Abgrenzungsfragen, ob es sich um eine „normale“ Urlaubsreise gehandelt hat, weshalb der bloße Hinweis auf das Fehlen des ärztlichen Zeugnisses die Absetzbarkeit nicht versagen darf. Der von der Judikatur geforderte strenge Nachweis der Notwendigkeit des Kuraufenthalts bezieht sich dagegen auf Kurreisen, wie sie mitunter auch von Gesunden unternommen werden.

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