Steuertipps zum Jahresende

Sowohl Private als auch Selbständige sollten heuer noch aktiv werden, um Steuern zu sparen. Und für Unternehmen gibt es für die Steuererklärung 2020 so viel zu bedenken wie noch nie. Im Folgenden ein Überblick.

(Foto: oatintro - GettyImages.com)

So schlecht dieses Jahr Corona-bedingt lief, so gut lief es im Steuerbereich. Und zwar nicht nur was Steuerstundungen und -erleichterungen für Unternehmen betrifft, sondern auch für Arbeitnehmer.

So konnte man im allgemeinen Tohuwabohu schon fast vergessen, dass erst im September der Eingangssteuersatz für Einkommen über 11.000 bis 18.000 Euro von 25 auf 20 Prozent abgesenkt wurde. Als erste Stufe der schon seit Langem geplanten Steuerreform, und zwar rückwirkend ab dem 1. Jänner 2020. Das bedeutet für alle Monatseinkommen ab 1.800 Euro brutto eine Entlastung von bis zu 350 Euro pro Jahr. Für kleinere Einkommen unterhalb der Steuergrenze wurde eine auf 400 Euro erhöhte Negativsteuer fixiert.

Letztes Mal Topfsonderausgaben!

Schon ein paar Jahre zurück liegt eine Regelung, die nun mit 2020 schlagend wird: das endgültige Auslaufen der Topfsonderausgaben. Vergessen Sie also keinesfalls bei der Veranlagung 2020, sie zum letzten Mal geltend zu machen: Ausgaben für Kranken-, Unfall- und Lebensversicherungen, aber auch für Wohnraumschaffung und -sanierung. Vorausgesetzt, die zugrunde liegenden Verträge wurden vor dem 1. Jänner 2016 abgeschlossen.

Anders ist es erfreulicherweise bei den „normalen“ Sonderausgaben, die ohne Höchstbetragsgrenze und unabhängig von der Einkommenshöhe bestehen. Zu ihnen zählen z. B. Nachkäufe von Pensionsversicherungszeiten, freiwillige Weiterversicherungsbeiträge in der Pensionsversicherung, bestimmte Renten sowie Steuerberatungskosten. Kirchenbeiträge dagegen sind mit einem jährlichen Höchstbetrag von 400 Euro begrenzt. Sie werden allerdings – wie auch Spenden von Privaten bis zur Höhe von zehn Prozent ihrer Einkünfte  – bereits seit 2017 direkt ans Finanzamt gemeldet und automatisch in die Arbeitnehmerveranlagung übernommen. „Achten Sie nur darauf, dass die spendenbegünstigte Organisation Ihre Daten zur Meldung hat, denn abgesetzt werden kann nur, was gemeldet wurde“, rät Steuerberater Andreas Unger, Partner bei LBG.

Werbungskosten & außergewöhnliche Belastungen

Wer heuer Fortbildungskosten, Ausbildungskosten bzw. Kosten einer Umschulung schultern musste oder auch Familienheimfahrten, Kosten für doppelte Haushaltsführung oder Fachliteratur berappt hat, kann sie in der Veranlagung 2020 als Werbungskosten geltend machen. Auch heuer geleistete Vorauszahlungen für solche Posten fallen darunter.

Tipp: Wer sich fürs Home-Office heuer privat einen PC, Laptop etc. angeschafft hat, der für berufliche Zwecke benötigt wird, kann die Kosten im Jahr 2020 als Werbungskosten absetzen, wobei die seit heuer erhöhte Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter gilt (800 Euro). Bis zu dieser Höhe können die Anschaffungskosten sofort abgeschrieben werden. Allerdings: Ohne Nachweis geht der Fiskus davon aus, dass der Computer auch privat genutzt wird, weshalb er einen Privatanteil von 40 Prozent ausscheidet.

Als außergewöhnliche Belastungen kommen klassisch Krankheitskos­ten, Kosten für Alters- und Pflegeheim bzw. Hausbetreuung, aber etwa auch Kosten für künstliche Befruchtung, Adoptionskosten oder Kosten einer auswärtigen Berufsausbildung von Kindern in Frage. Sie alle können im Jahr der Bezahlung steuerlich abgesetzt werden. Aber aufgepasst: In einigen der aufgezählten Fälle ist ein individueller Selbstbehalt zu berücksichtigen (je nach Einkommen und Familienstand, maximal zwölf Prozent des Einkommens). Bedeutet, dass die Ausgaben diesen Wert erst mal übersteigen müssen, um steuerlich wirksam zu werden.

Aus diesem Grund sollte man immer versuchen, möglichst in einem Kalenderjahr in Frage kommende Ausgaben (z. B. hohe Zahnarztrechnungen etc.) zu bündeln, um den Selbstbehalt zu überschreiten.

365-Euro-Gutscheine für Mitarbeiter

65 Euro – bis zu diesem Wert kann in normalen Jahren ein Dienstnehmer steuerfrei zu einer Betriebsveranstaltung eingeladen werden – häufig ist es die Weihnachtsfeier.  
Genau um diese droht man allerdings heuer aufgrund eines Virus umzufallen. Aus diesem Grund hat sich nun die Regierung darauf geeinigt, dass heuer mit dem 365-Euro-Freibetrag auch Gutscheine an die Beschäftigten finanziert werden dürfen. Wobei die Gutscheine allgemein im Handel einsetzbar sein dürfen.
Noch etwas: Der gewohnte Steuerfreibetrag von 186 Euro für Sachzuwendungen an Mitarbeiter gilt zusätzlich!

Nur heuer: Covid-19-Prämie bis 3.000 Euro!

Nur heuer, bis zur Höhe von maximal 3.000 Euro, können Dienstgeber ihren Mitarbeitern für Corona-bedingt erschwerte Arbeitsbedingungen eine Bonuszahlung von bis zu 3.000 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei auszahlen. Die Prämien können einmalig oder in mehreren Teilbeträgen erfolgen, und auch in Form von Gutscheinen ausbezahlt werden. Wichtig: Seit 17. September sind dafür auch keine Lohnnebenkosten (DB, DZ, Kommunalsteuer) zu entrichten. (Diese Befreiung soll nach Auskunft des Finanzministeriums aber auch rückwirkend gelten.)

Und es gibt auch keine Einschränkung auf systemrelevante Tätigkeiten oder Ähnliches, „allerdings muss es sich dabei um zusätzliche Zahlungen handeln, die ausschließlich zu diesem Zweck geleistet werden und üblicherweise bisher nicht gewährt wurden“, spezifiziert Steuerberaterin Silvia Frasch, Partnerin bei LBG.
Schließlich könnte später im Rahmen einer Prüfungshandlung ein Thema werden.

Steuerfreie Mitarbeiterbeteiligungen

Diese Möglichkeit besteht schon länger und nicht nur heuer: Bei unentgeltlicher oder verbilligter Abgabe von Beteiligungen am Unternehmen des Arbeitgebers (bzw. an mit diesem verbundenen Konzernunternehmen) exis­tiert ein Freibetrag pro Mitarbeiter und Jahr in Höhe von 3.000 Euro.

Vorausgesetzt, dass der Vorteil allen Arbeitnehmern oder einer bestimmten Gruppe zukommt und die Beteiligung vom Mitarbeiter länger als fünf Jahre gehalten wird.

Kinderbetreuungskosten: 1.000 Euro steuerfrei

Schon seit Jahren, aber auch weiterhin eine Möglichkeit, Arbeitnehmern mit Kindern bis zum zehnten Lebensjahr etwas Gutes zu tun, ist der Arbeitgeberzuschuss für Kinderbetreuung. Bis zu 1.000 Euro pro Kalenderjahr ist ein solcher Zuschuss von Lohnsteuer und SV-Beiträgen befreit.

Wichtig: der Zuschuss darf nicht an den Arbeitnehmer, sondern muss direkt an die Kinderbetreuungseinrichtung bzw. an eine pädagogisch qualifizierte Person oder in Form eines Gutscheins einer institutionellen Kinderbetreuungseinrichtung geleistet werden. Und es darf sich um keine Gehaltsumwandlung handeln, sondern um einen Bonus. – Vielleicht eine Gelegenheit, Corona-bedingt überarbeiteten Arbeitnehmern mit Kindern Danke zu sagen?

Wertpapierbestände optimieren

Es gab eine Zeit vor Corona, da stand im Regierungsprogramm von Türkis-Grün geschrieben, dass Kursgewinne auf Wertpapiere und Fonds ab einer gewissen Behaltedauer KESt-befreit sein sollen. Bleibt zu hoffen, dass es bald eine Zeit nach Corona gibt, um diesen Punkt zu realisieren.

Bisher ist also alles beim Alten. Wer somit Wertpapiere mit Gewinn verkauft, zahlt eine Wertpapiergewinnsteuer von 27,5 Prozent (vorausgesetzt, es handelt sich um sogenanntes „Neuvermögen“, also ab 1. Jänner 2011 erworbene Aktien und Fonds sowie ab 1. April 2012 erworbene Anleihen und Derivate).

Hat man heuer aber nicht nur einen solchen Gewinn gemacht, sondern auch Verluste scheinen auf dem Depot auf, (sofern es sich ebenfalls um „Neuvermögen“ handelt), sollte sich noch vor Jahresende überlegen, ob er nicht den ein oder anderen Verlust durch Verkauf realisieren möchte.

Wichtig zu wissen: Verluste aus Veräußerung können nicht nur mit Veräußerungsgewinnen, sondern auch mit Dividenden und Zinsen aus Anleihen ausgeglichen werden. Nicht aber mit Sparbuchzinsen.
Während Gewinne und Verluste auf einem Depot oder auch auf unterschiedlichen Depots bei derselben Bank automatisch gegengerechnet werden, ist das bei Gewinnen und Verlus­ten auf Depots verschiedener Banken nicht so. Hier empfiehlt es sich, Bescheinigungen über den Verlustausgleich von den Banken einzufordern und den Verlustausgleich in der Steuererklärung geltend zu machen.

Steuertipps für Unternehmen

"Die Steuerplanung ist im Moment schon extrem herausfordernd. Es sind nun so viele Instrumente geschaffen worden, um den Unternehmen in der Corona-Krise zu helfen. Welches Förderinstrument jeweils sinnvoll und optimal eingesetzt wird, braucht fachlichen Durchblick in der Abwägung und idealerweise eine professionelle Unterstützung“, schildert Frasch. Von der Investitionsprämie über die degressive Abschreibung bis zum Verlustrücktrag und vielem mehr – „die Optimierung kommt sehr darauf an, ob ich aktuell bzw. in den nächsten ein, zwei Jahren wieder mit Gewinnen rechne“, so Frasch. Die Investitionsprämie „zahlt sich auf jeden Fall aus, wohingegen die beschleunigte Abschreibung vor allem dann Sinn macht, wenn sie gleich gegen steuerliche Gewinne gegengerechnet wird“, weiß Frasch.

Degressive Abschreibung

Nun aber schnell erklärt, wie die neu geschaffene degressive AfA überhaupt wirkt. Der degressive Abschreibungssatz ist frei wählbar und darf maximal 30 Prozent des Buchwertes betragen – der Satz muss dann in den Folgejahren beibehalten werden.

„Man darf zwar einmalig von der degressiven AfA wieder auf die lineare Abschreibung vom Restbuchwert wechseln; umgekehrt ist ein späterer Wechsel von linearer Abschreibung auf degressive nicht möglich“, schildert Frasch. Die gewählte Afa-Methode (linear/degressiv), aber auch der Afa-Satz (30 Prozent oder weniger) muss nicht für alle in Frage kommenden Wirtschaftsgüter einheitlich angewendet werden.
Welche Wirtschaftsgüter kommen überhaupt in Frage? – Die degressive AfA ist nur auf ungebrauchte, ab dem 1. Juli 2020 angeschaffte oder hergestellte Wirtschaftsgüter anwendbar.

Dezidiert ausgenommen sind:

  • Wirtschaftsgüter, für die eine AfA-Sonderform vorgesehen ist (Gebäude, Kfz exkl. Elektroautos, Firmenwerte),
  • unkörperliche Wirtschaftsgüter (sofern sie nicht den Bereichen Digitalisierung, Ökologisierung oder Gesundheit/Life-Science zuzuordnen sind),
  • gebrauchte Wirtschaftsgüter sowie
  • Anlagen, die fossile Energieträger direkt nutzen oder die ihrer Förderung, Transport oder Speicherung dienen.

„Die degressive AfA bewirkt einen Vorzieheffekt. Insbesondere bei Ansetzen des Maximalbetrages von 30 Prozent kann in den ersten Jahren eine wesentlich höhere steuerliche Abschreibung und damit eine geringere Bemessungsgrundlage für die Steuer erreicht werden“, erklärt Frasch.

Beschleunigte Gebäudeabschreibung

Nicht nur Gebäude, die ein Unternehmen ab 1. Juli 2020 angeschafft oder hergestellt hat, sondern auch Gebäude, die seither im Privatvermögen angeschafft wurden, „also beispielsweise ein Zinshaus, eine Vorsorgewohnung oder ein Bauherrenmodell“, so Frasch, profitieren nun von einer beschleunigten Gebäudeabschreibung in den nächs­ten zwei Jahren.

Die Abschreibungssätze lauten:

 

  • Erstes Jahr: Erhöhung um das Dreifache des für Gebäude zulässigen Höchstsatzes (bis zu 2,5 bzw. 1,5 Prozent) – somit eine Abschreibung von bis zu 7,5 bzw. 4,5 Prozent (bei Wohngebäuden);
  • Zweites Jahr: Erhöhung um das Zweifache (von 2,5 bzw. 1,5 Prozent) – somit eine Abschreibung von fünf bzw. drei Prozent (bei Wohngebäuden);
  • Ab dem dritten Jahr: wieder der reguläre Höchstsatz, nämlich bis zu 2,5 bzw. 1,5 Prozent (für Wohngebäude).

Wenn man auf den Zeitpunkt 1. Juli blickt, was versteht man unter „Anschaffung“ konkret? „Es kommt darauf an, wann das wirtschaftliche Eigentum übergeht, da muss man schauen, was im Kaufvertrag steht. Oft steht dort ‚mit Unterschrift‘ oder auch ‚mit Eingang des Geldes auf demm Treuhandkonto‘ oder Ähnliches“, erklärt Frasch.

Verlustverwertung in Corona-Zeiten

Die Corona-Pandemie verursacht nicht nur eine Unmenge an dem Virus erkrankten Menschen, sondern auch eine Flut an steuerlichen Spezialgesetzen, um den stark betroffenen Wirtschaftstreibenden unter die Arme zu greifen.

So wurden insbesondere die Möglichkeiten eines zeitlich befristeten Verlustrücktrags und die Bildung einer Covid-19-Rücklage geschaffen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise durch eine Ergebnisglättung steuerlich weiter abzufedern.

Verlustrücktrag

Von der österreichischen Wirtschaft immer wieder gefordert, in Deutschland gang und gäbe, macht es jetzt Corona möglich, nämlich einen Verlustrücktrag im Rahmen der Veranlagung zur Einkommen- und Körperschaftsteuer. Ein betrieblicher Verlust aus 2020 kann bis zu fünf Millionen Euro mit allen Einkünften des Jahres 2019 ausgeglichen werden, also auch mit außerbetrieblichen Einkünften, wie solche aus Vermietung und Verpachtung.

Betriebliche Einkunfts­arten

Falls Sie als Hausherr nur Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung erzielen, dürfen Sie gleich an dieser Stelle mit der Lektüre aufhören. Von der Möglichkeit des Verlustrücktrags können bloß jene Steuerpflichtige profitieren, die Verluste aus betrieblichen Einkunftsarten einfahren, womit nur Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, aus selbständiger Arbeit und aus Gewerbebetrieb begünstigt sind. Bitte verwechseln Sie den Verlustrücktrag nicht mit dem Verlustvortrag. Zwar stehen beide für negative betriebliche Einkünfte zu, doch ist der Verlustvortrag als Sonderausgabe konzipiert, während der Verlustrücktrag dem Verlustvortrag vorgeht, weshalb Ersterer auf der Ebene des Gesamtbetrags der Einkünfte ermittelt werden muss.

Jedenfalls müssen die erlittenen Verluste – sowohl beim Verlustrücktrag als auch beim Verlustvortrag – durch eine ordnungsmäßige Buchführung (doppelte Buchhaltung) oder bei Steuerpflichtigen, die ihren Gewinn gemäß § 4 Abs. 3 EStG ermitteln, durch eine ordnungsgemäße Einnahmen-Ausgaben-Rechnung berechnet worden sein. Sollte z. B. der Fiskus anlässlich einer Betriebsprüfung das Rechenwerk als nicht ordnungsmäßig einstufen, kann er diese Verlustverwertungsmethoden versagen.

Limit fünf Millionen Euro

Im Rahmen der Veranlagung des Jahres 2020 wird der höchstens für einen Verlustrücktrag in Frage kommende Betrag ermittelt. Verluste aus betrieblichen Einkünften, die bei der Ermittlung des Gesamtbetrags der Einkünfte im Rahmen der Veranlagung 2020 nicht ausgeglichen werden, können im Rahmen der Veranlagung 2019 bis zu einem Betrag von fünf Millionen Euro vom Gesamtbetrag der Einkünfte – vor Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belas­tungen – abgezogen werden.

Anträge für 2019 und 2018

Der ermittelte Betrag kann sodann mit den Einkünften des Jahres 2019 ausgeglichen werden, wozu aber eine Antragstellung, bezogen auf die Veranlagung 2019, erforderlich ist. Besteht keine Möglichkeit, den Verlustrücktrag vollständig im Jahr 2019 auszunützen, ist noch nicht Hopfen und Malz verloren. Sie können auch eine Berücksichtigung des Verlustes für die Veranlagung 2018 beantragen, wobei nachstehende Einschränkungen gelten:

Als Verlustrücktrag kann im Jahr 2018 höchstens ein Betrag von zwei Millionen Euro abgezogen werden. Soweit Verluste aus der Veranlagung 2020 weder bei der Veranlagung 2019 noch bei der Veranlagung 2018 Berücksichtigung finden, können sie ab dem Veranlagungszeitraum 2021 gemäß § 18 Abs. 6 EStG als Verlustabzug geltend gemacht werden.

Verfahrensrechtlicher Kniff

Nun fragt sich, wie Sie in den Genuss des Verlustrücktrags kommen, wenn die Veranlagung zur Einkommen- oder Körperschaftsteuer bereits rechtskräftig durchgeführt worden ist. Diesfalls gilt ein Antrag auf Berücksichtigung eines Verlustrücktrags als sogenanntes „rückwirkendes Ereignis“ im Sinne des
§ 295a BAO. Danach kann ein Bescheid auf Antrag der Partei oder von Amts wegen insoweit abgeändert werden, als ein Ereignis eintritt, das abgabenrechtliche Wirkung für die Vergangenheit auf den Bestand oder Umfang eines Abgabenanspruches hat.

Covid-19-Rücklage

Sie denken sich jetzt , das mit dem Verlustrücktrag ist ja schön und gut. Mir pressiert es aber, möglichst rasch die Liquidität meines Unternehmens zu stärken, und zwar ohne erst auf eine Veranlagung des Jahres 2020 warten zu müssen, um bei einer solchen einen Verlustrücktrag in den Vorjahren zu berücksichtigen und so die Rückzahlung bereits geleisteter Einkommen- bzw. Körperschaftsteuern zu ermöglichen.

Voilà: Damit Sie nicht die Veranlagung 2020 abwarten müssen, wurde der Finanzminister ermächtigt, durch eine Verordnung Details für eine raschere Vorgangsweise festzulegen, und zwar durch die Bildung einer steuerfreien Covid-19-Rücklage.

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