Im Außendienst mit Nährstoffen

Biogena produziert hochwertige Nahrungsergänzungsmittel in Österreich. Bevor Franchise-Partner einen eigenen Store eröffnen, müssen sie sich im Vertrieb bewähren.

(Foto: www.christianjungwirth.com)

Ursprünglich verfolgte Marija Maric den Traum von einer eigenen Apotheke. Doch in ihrer Heimat, der Südsteiermark, war das Gebiet bereits abgedeckt. „Ich hätte es vielleicht anderswo versuchen können, aber das war mir von meinem Wohnstandort zu weit weg“, sagt Maric, die 13 Jahre lang in einer Apotheke angestellt war und anschließend in ein Primärversorgungszentrum wechselte. In dieser Zeit stieß sie durch eine Bekannte auf Biogena – und just war ihre Leidenschaft für Mikronährstoffe entfacht. So ließ sich Maric zum Mikronährstoff-Coach ausbilden. Als Biogena mit einem Franchise-Konzept aufhorchen ließ, packte die Pharmazeutin die Gelegenheit beim Schopf und bewarb sich als Partnerin.

Im Oktober 2020 war es so weit. Maric startete als Franchise-Nehmerin in die bei Biogena vorgesehene 100- tägige Onboarding-Phase. „Es war eine sehr intensive Zeit, die wie im Flug vergangen ist, und es gab sehr viel Input seitens Biogena wie etwa Produktschulungen oder Vertriebstraining“, erklärt Maric, die im Anschluss daran, im Februar dieses Jahres, mit dem Vertrieb loslegte. „Als Apothekerin war ich es gewohnt, mit Endkunden zu sprechen. Jetzt, in der Vertriebsphase, kommuniziere ich größtenteils mit den Verschreibern, also mit Ärzten und Therapeuten, und versuche, sie für Mikronährstoffe zu begeistern“, sagt Maric, die drei bis vier Tage die Woche „on the road“ ist, um Kunden zu besuchen oder zu akquirieren. Darunter auch einige Private.

Die restliche Zeit steht Vor- und Nacharbeit im Home-Office an. Neue Kunden an Land zu ziehen ist dabei nicht immer leicht. „Entscheidend ist, ob ein Arzt oder Therapeut offen ist, komplementär zu arbeiten“, weiß Maric.

Vom Urzeitriegel bis zum High-End-Präparat

Die Franchise-Nehmerin verfügt über das gesamte Biogena-Sortiment – mehr als 260 Präparate. Preislich bewegt man sich zwischen 2,90 Euro für einen Urzeit- oder Hanfproteinriegel und 170 Euro für das Highend-Präparat Biogena Diamonds, das 44 Mikronährstoffe in einer Kapsel vereint. Marics Kunden kaufen direkt bei Biogena ein und erhalten ihre bestellten Waren aus der Zentrale in Salzburg. Pro verkauftem Produkt in ihrem Gebiet erhält die Partnerin eine Provision, deren Höhe von der Art und dem Ort des Geschäftsabschlusses abhängig ist. In der Vertriebsphase liegt der durchschnittliche Provisionssatz bei 31 Prozent. In der darauffolgenden Store-Phase sind es im Schnitt 41 Prozent.

Store ab 60.000 Euro Umsatz

Um in diese zweite Phase zu kommen, sprich ein Biogena-Geschäft zu eröffnen, muss im Vorfeld das Gebiet gut vertrieblich aufbereitet sein. Für dieses Ziel ist ein Monatsumsatz von 60.000 Euro erforderlich. „Wie schnell man auf diese Kennzahl kommt, ist sehr unterschiedlich und hängt auch davon ab, wie groß der Biogena-Bestandsumsatz in dem Gebiet ist. Denn alle Endkunden, Ärzte und Therapeuten, die es bereits im definierten Gebiet gibt, werden vom Franchise-Partner übernommen“, erläutert Biogena Franchise-Managerin Tanja Fleischanderl. So geht Marija Maric laut Businessplan davon aus, in drei Jahren ein Geschäft in Leibnitz zu eröffnen. Vom Franchise-Geber wird dabei ein Einzugsgebiet mit über 100.000 Einwohnern festgelegt. Die Innenausstattung wird vom Franchise-Geber vorgegeben und umgesetzt. Der Partner bezieht seinen Store als Untermieter und zahlt dafür zwischen 800 und 5.000 Euro pro Monat Miete, was die Einrichtung inkludiert.

Fazit

Das österreichische Unternehmen Biogena wurde 2006 gegründet und zählt im deutschsprachigen Raum 17 Standorte sowie ein Geschäft in Dubai. Die Präparate sind made in Austria und bestehen ausschließlich aus Wirkstoffen, pflanzlichen Kapselhüllen und pflanzlicher Cellulose. Seit 2020 besteht eine Franchise-Option. Aktuell gibt es sechs Franchise-Nehmer, die sich alle in der Vertriebsphase befinden, also noch kein Geschäft eröffnet haben. Um Partner zu werden, braucht man keine pharmazeutische Ausbildung, wie sie Marija Maric hat. Allerdings sollte man für die Themen „Good Health“ und „Wellbeing“ brennen. Neben einer umfangreichen Einschulung kommt auch die Weiterbildung bei Biogena nicht zu kurz. Dass bestellte Produkte in Vertriebs- als auch Storephase von der Zentrale direkt an den Kunden versendet werden, erspart den Franchise-Nehmern den Logistikaufwand hinsichtlich Warenbeschaffung und Lagerung. Ebenso entfällt der Wareneinkauf und damit notwendiges sowie bei Lagerware gebundenes Kapital. Da man den Standort vom Franchise-Geber fixfertig eingerichtet als Untermieter bezieht, entfällt eine teure Startinvestition, jedoch sind die monatlichen Belastungen höher. Was die Zukunft betrifft, so setzt man auf einen straffen Expansionskurs und plant, bis 2029 200 Standorte zu etablieren, die großteils von Franchise-Nehmern geführt werden sollen.

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