Makler mit Rückendeckung

EFM setzt auf Versicherungen für Privat- und Gewerbekunden. Partner erwartet administrative Unterstützung, sodass viel Zeit für Kundenbetreuung bleibt.

(Foto: Pepo Schuster, austrofocus.at)

„Ich war sehr zufrieden mit meiner Welt“, erzählt Günther Stellwag über seine Zeit als Vertreter bei einem großen Versicherer. „Das hat sich jedoch mit dem EU-Beitritt 1995 geändert. Plötzlich war der Markt frei und andere Anbieter waren beweglicher.“ Durch einen Kollegen nahm er eines Tages an einem Vortrag von EFM teil – und war sofort von dem Konzept begeistert. „Ich kümmere mich um Kunden und Vertrieb, aber den Hintergrund wie Produktverhandlungen mit Versicherern führen oder Mitarbeiter einschulen übernimmt der Franchise-Geber“, so Stellwag, der im Jahr 2002 als Partner bei EFM startete.

140 Quadratmeter misst sein Standort, der sich in Neunkirchen beim Hauptplatz befindet. „Neunkirchen war und ist Zentrum meiner Kundenbeziehungen“, sagt Stellwag, der von seinem Wohnort nur wenige Autominuten in die Arbeit fährt. Anders sein Geschäftspartner, mit dem er sich den Standort von Beginn an teilt. Dieser ist ebenfalls Franchise-Nehmer bei EFM und 25 Kilometer entfernt in Wiesmath zu Hause. So entschied man 2005, auch dort eine Filiale zu eröffnen. „Wir sind eine OG und die Standorte gehören uns beiden“, erklärt Stellwag, dessen Partner seither überwiegend in Wiesmath tätig ist.

Privat- und Gewerbekunden

Stellwags Schwerpunkt liegt auf dem Privatkundengeschäft, man betreut aber auch Kleingewerbekunden. „Wir decken von Sach- und Fahrzeugversicherungen über Personenschutz bis hin zu Cyber- und D&O-Deckungen alle Sparten ab“, so Stellwag. „Nur bei Spezialversicherungen wie zum Beispiel Musikinstrumente oder Maschinenbruch lassen wir uns von Fachleuten anderer EFM-Büros beraten und der Kunde behält mich als Ansprechpartner.“ Der erste Kontakt mit Klienten kommt in vielen Fällen über das Kraftfahrzeug zustande. „Anschließend ist es unsere Aufgabe als Makler, über weitere Risken aufzuklären“, so Stellwag, der auf Mundpropaganda, Zeitungsinserate und Social Media zur Kundengewinnung setzt.

Makler als Bürgermeister

In Summe beschäftigen Stellwag und sein Partner acht Mitarbeiter an beiden Standorten. Sechs davon sind sogenannte Front-Office-Mitarbeiter, die sich hauptsächlich um Organisation und Betreuung bestehender Kunden kümmern. Dazu kommen noch eine Buchhaltungs- und Reinigungskraft. Stellwag selbst fokussiert sich unter anderem auf die Akquise neuer Kunden und die Besprechung von Offerten. Kundenberatungen finden entweder in seinem Neunkirchner Büro oder vor Ort bei Klienten statt. „Wenn ich zum Beispiel einen Gewerbebetrieb versichere, muss ich mir ansehen, was es dort für Risken gibt“, erläutert Stellwag, der einen Jahresprovisionsumsatz von rund 600.000 Euro erwirtschaftet. Dank guter Zeiteinteilung kann er in seiner Heimatgemeinde Natschbach auch noch als Bürgermeister fungieren.

Fazit

EFM steht für Existenzsicherung für Menschen und wurde 1991 gegründet. Seit 1994 besteht eine Franchise-Option. Aktuell zählt man 85 Standorte, die alle von Franchise-Nehmern betrieben werden. Gesucht werden Versicherungsmakler mit Gewerbeberechtigung, die mindestens 500 Kundenbeziehungen aufweisen. „Zu uns kommen Makler, die viele Kunden haben, mit ihrer Arbeit nicht nachkommen und nach einem System suchen, um diese zu bewältigen“, so Franchise-Geber Josef Graf. So kümmert sich die Zentrale zum Beispiel um IT oder Compliance-Richtlinien, damit sich Partner auf die Kundenberatung konzentrieren können.

Was den Standort betrifft, so gibt es keine strengen Vorgaben, sondern Empfehlungen. „Mir ist am liebsten, wenn es die Möglichkeit eines Fahnenmastes und einer großen Werbetafel gibt“, sagt Graf, der von einer 1A-Innenstadtlage in Großstädten abrät. „Vorteilhaft ist ein Büro mit Parkplatz. So haben Kunden bei Beratungen keinen Zeitdruck wegen der Parkuhr.“ Ein Schwerpunkt wurde in den letzten Jahren auf die Betriebsnachfolge bestehender Maklerunternehmen gelegt. Auch besteht die Möglichkeit einer Anschlusspartnerschaft, bei der ein Franchise-Nehmer die Infrastruktur eines bestehenden Partners mit benutzt.

Franchise-Nehmer durchlaufen eine zweitägige Einschulung in der Zentrale in Graz. Auch die Mitarbeiter des Partners werden in der steirischen Landeshauptstadt gebrieft. Darüber hinaus gilt es, in den ersten sechs Monaten Schulungsvideos zu absolvieren. Zudem schreibt der Gesetzgeber 15 Fortbildungsstunden pro Jahr vor.

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