Easelink: Die neue Lade-Ordnung bei E-Autos

Beim Matrix Charging fährt ein Stutzen aus dem Fahrzeug aus und lädt es über eine Platte im Boden.

Foto: Easelink GmbH

Mit Kabel oder ohne? Bei der Frage, wie wir E-Fahrzeuge künftig tanken, scheint es nur zwei Optionen zu geben. Nicht unbedingt, meint Hermann Stockinger, Gründer und Geschäftsführer der Easelink GmbH aus Graz. Denn mit „Matrix Charging“ hat der studierte Maschinenbauer eine alternative Lösung entwickelt, die zudem universell einsetzbar ist. Während Induktion vor allem mit der kontaktlosen Energieübertragung punktet, sind es beim kabelgebundenen Laden die geringeren Kosten. Dafür muss man ein bisweilen umständliches Hantieren im Freien in Kauf nehmen, und nicht überall ist genug Platz. Beim Matrix Charging senkt sich ein flexibler Gummifaltenbalg aus dem Unterboden des Autos auf ein am oder im Boden befindliches Ladepad. Dabei reinigt der integrierte Konnektor dessen Oberfläche mit Druckluft und legt durch eine Drehung die Kontaktpins frei, um so eine konduktive, aber kabelfreie Verbindung herzustellen. Das System ist derart flexibel, dass es keine exakte Positionierung braucht, und so sicher, dass nur bei Kontakt tatsächlich Strom fließt. Weitere Vorteile von Matrix Charging sind die einfache Skalierbarkeit, die schnelle Installation und die vergleichsweise günstige Herstellung, so Stockinger: „Auch in der Wartung ist das System durch das robuste Ladepad langfristig günstiger.“

Schon jetzt kann das System einfach nachgerüstet werden, Ziel ist es aber, dass Matrix Charging beim Kauf eines E-Autos als Ladelösung angeboten wird, erklärt er. Dazu gibt es rege Kontakte mit Autoherstellern, außerdem gelang es Easelink – als einer der wenigen Einzelfirmen –, zwei Millionen Euro Förderung aus dem EU-Förderprogramm Horizon 2020 zu bekommen. Für 2022 ist der Markteintritt geplant, bereits seit 2017 gibt es „Pilotierungsprojekte mit Automobilherstellern und innovativen Flottenbetreibern wie unter anderem Energieversorgern und Car- Sharing-Anbietern“, so Stockinger.

Easelink belegte Platz elf beim GEWINN Jungunternehmer-Wettbewerb 2019.

GEWINN verwendet Cookies um die Website möglichst benutzerfreundlich zu gestalten und Ihnen damit den bestmöglichen Service zu gewährleisten.
Wenn Sie fortfahren, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.