GEWINN-Jungunternehmer

Cupsolutions und Apex Digital Health: Mehrweg-Kaffeebecher und Fonds für gesundheitsbezogene Start-ups sind auf dem Vormarsch

Christian Chytil (li.), CEO, und Marco Wimmer, Projektleiter bei Cupsolutions (Foto: Philipp Lipiarski/www.goodlifecrew.at)

Kundenbindung mit Mehrwegbechern

Jährlich landen alleine in Wien rund 84 Millionen Kaffeeeinwegbecher im Müll. Das Wiener Unternehmen Cupsolutions hat daher gemeinsam mit der Stadt Wien und der Verpackungskoordinierungsstelle (VKS) das Projekt „myCoffeeCup“ gestartet. Das Ziel: Die Leute sollen dem Einwegbecher abschwören und stattdessen Becher wieder verwenden. „Davon profitieren sowohl Konsumenten als auch unsere Partnerbetriebe“, ist sich Marco Wimmer, Projektleiter bei „myCoffeeCup“, sicher.

Das System funktioniert so: Kaffeeliebhaber kaufen sich bei einem der momentan 70 Partnerbetriebe, darunter Kaffeehäuser und Bäckereien, einen Becher von „myCoffeeCup“ um einmalig einen Euro. Vertraglich ist festgelegt, dass der darin verkaufte Kaffee mindestens zehn Cent günstiger als im Einwegbecher sein muss. Wenn der Kunde den Becher zurückbringt, bekommt er entweder einen neuen oder einen Euro Gutschrift. In der bis April 2020 dauernden Pilotphase zahlen die Partnerbetriebe lediglich die Spülungen der Becher, danach wird es eine Systemgebühr von 400 Euro pro Jahr geben. Damit verbunden sind dann diverse Werbekooperationen in App, Website und Social Media von „myCoffeeCup“. Der größte Nutzen für Partner seien allerdings die Kunden selbst, meint Marco Wimmer: „Wir haben gesehen, dass Kunden, wenn sie den Becher zurückbringen, in 90 Prozent der Fälle direkt wieder etwas konsumieren.“

Produziert werden die Kaffeebecher in Österreich, die benutzten Becher werden per Fahrradkurier abgeholt und in Wien gewaschen. Bis zu 500 Waschungen soll jeder Becher aushalten. Marco Wimmer ist mit der bisherigen Entwicklung zufrieden: „Im nächsten Schritt wollen wir mit unseren Bechern In-House-Lösungen für große Unternehmen anbieten.“ Erste Gespräche laufen bereits. Außerdem gab es schon Anfragen aus Deutschland, England oder den Niederlanden.

Apex Digital Health: Neuer Fonds für Start-ups aus dem Gesundheitsbereich

Die Venture-Capital-Gesellschaft Apex Ventures mit Sitz in Wien und Frankfurt legt einen neuen Fonds auf, den Apex Digital Health, mit Fokus auf Start-ups aus dem Gesundheitsbereich. Geplantes Volumen sind 50 Millionen Euro.

Voraussetzungen für eine Beteiligung: Das Unternehmen sollte im Bereich digitale, datengetriebene Innovation in der Medizin tätig sein, patentierbare Technologien entwickeln, einen großen Markt bedienen und ein gewisses Alleinstellungsmerkmal aufweisen. Zum Zeitpunkt des Investments sollte ein marktfähiges Produkt vorhanden sein.

Bewerbung unter: www.apex.ventures/build (am besten sechs Monate, bevor die Finanzierungsrunde abgeschlossen sein sollte).

Der erste Fonds von Apex hält unter anderem Beteiligungen an österreichischen Start-ups wie ImageBiopsy Lab (KI-Lösungen für orthopädisch-radiologische Diagnosen) und Contextflow (Suchmaschine für 3D-CT-Scan-Bilder).

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