Instahelp: Psychologe per Chat

Ein Psychologenbesuch ohne Wartezimmer. Genau das ermöglicht das 2015 gegründete Grazer Start-up Instahelp.

Das Team von Instahelp: Geschäftsführerin Bernadette Frech (erste Reihe, zweite von links) möchte den Psychologenbesuch digitalisieren (Foto: Instahelp)

Es ermöglicht Beratung und Prävention bei psychischen Problemen, ohne sich „outen“ zu müssen. Das funktioniert so: Interessierte gehen auf die Website instahelp.me und können sich dann entweder gleich einen Psychologen suchen oder durch einen Fragebogen den am besten geeigneten finden. Die Plattform ist jederzeit „geöffnet“, die durchschnittliche Antwortzeit der Psychologen beträgt beim Erstgespräch fünf Stunden. Die Beratung erfolgt dann je nach Wunsch entweder im verschlüsselten Chat oder via Video- bzw. Audiotelefonie. „Allein in Österreich stehen auf Instahelp rund 100 Psychologen zur Verfügung, die alle mit genügend Berufserfahrung und durch Qualitätskriterien geprüft sind“, so Instahelp-CEO Bernadette Frech. Die hohe Qualität werde auch durch einen engen Austausch mit der psychologischen Fakultät der Sigmund-Freud-Privatuniversität und einem wissenschaftlichen Beirat gewährleistet.

Instahelp bedient nicht nur Privatkunden, sondern auch Unternehmen. So haben etwa Renault, Trivago oder Lidl Verträge mit Ins­tahelp, um ihren Mitarbeitern psychologische Beratung im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsvorsorge zu ermöglichen. Laut CEO Frech gibt es auch vermehrt Gespräche mit Versicherungen, die sich für das Angebot interessieren.

Doch will Instahelp in Konkurrenz zu niedergelassenen Psychologen und deren Angeboten treten? „Überhaupt nicht“, so Frech. „Unsere Zielgruppe will Online-Beratung, weil sie diese Flexibilität und Unabhängigkeit schätzt.“ Instahelp-Kunden sind in der Regel zwischen 25 und 50 Jahre alt, Männer und Frauen nehmen die Dienste zu gleichen Teilen in Anspruch. 40 Minuten Beratung kos­ten 49 Euro, 60 Minuten 69 Euro. Ein Großteil davon geht an die Psychologen, nur ein kleiner Prozentsatz für Vermittlung, Abrechnung und die technische Infrastruktur bleibt bei Instahelp. Momentan ist Instahelp neben Österreich, Deutschland und der Schweiz auch in Frankreich und Großbritannien verfügbar. „Unser Ziel ist es, die führende digitale Kraft für mentale Gesundheit zu werden“, erklärt Frech.

Seit der Gründung wurden 37.000 Privatpersonen über die Plattform beraten. Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsvorsorge steht Instahelp über sein B2B-Geschäftsfeld rund 22.000 potenziellen Nutzern zur Verfügung.

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