StoreMe: Die Lagerplatzbörse

Wohin mit dem ganzen Krempel? Eine Frage, die sich so mancher stellt, vor allem wenn der Frühjahrsputz vor der Tür steht.

Christoph Sandraschitz, Johannes Braith und Ferdinand Dietrich (v. l. n. r.) wollen auf ihrer Online-Plattform StoreMe Suchende und Anbieter von Lagerflächen zusammenbringen (Foto: StoreMe OG)

Und bei den steigenden Wohnungspreisen in der Stadt ist Platz ein wertvolles Gut. Mit „StoreMe“ (storeme.at), das Mitte Jänner gestartet ist, wollen die drei Gründer Johannes Braith (CEO), Ferdinand Dietrich (CFO) und Christoph Sandraschitz (CTO) gleich zwei Fliegen mit einer Plattform schlagen. Hier sollen Suchende und Anbieter von Lagerflächen ganz im Sinne der neuen „shared economy“ zueinander finden.
Über eine intelligente Suchfunk­tion kann ein verfügbarer Lagerplatz in der Nähe gefunden werden. Die Mietkosten werden transparent dargestellt, die Einigung findet direkt mit dem Mieter statt. Transaktionsgebühren wie sonst üblich fallen damit bei StoreMe keine an. Verdienen will das Unternehmen über die Anzeigen von Vermietern. Eine Standardanzeige kos­tet 19,90 Euro mit einer Laufzeit von 30 Tagen. Bei Bedarf werden zudem Versicherung und Transport angeboten. Anbieter wiederum finden unterschiedliche Möglichkeiten der Vermietung vor, darunter die „Teillager-Lagerfunktion auf Quadratmeterbasis“. Mit dieser kann ein Lager mehrfach angeboten und ein optimaler Preis erzielt werden. Dafür wird eine eigene Lagerverwaltung in der Plattform bereit gestellt, um den Überblick zu behalten.

Starthelfer Google und Microsoft

Zum Start Mitte Jänner wurden rund 950 Quadratmeter auf der Plattform zur Vermietung angeboten, aber Ferdinand Dietrich, Mitgründer und CFO, verspricht: „StoreMe erwartet sich einen großen Anstieg in den nächsten Wochen.“ Danach will das Start-up noch in diesem Jahr auch in Deutschland und in der Schweiz starten. „Wir möchten die Nummer-eins-Lagerplatzbörse im deutschsprachigen Raum werden.“
Hilfe für den Weg dorthin konnten sich die Jungunternehmer im Dezember bei der Google Launchpad Week in Berlin holen, zu der StoreMe als eines von zwei heimischen und insgesamt zwölf Start-ups eingeladen war. Dietrich: „Das ist eine Art Mentoring-Programm, jeden Tag mit einem anderen Schwerpunkt und Spezialisten aus unterschiedlichen Bereichen.“ Aber auch Gespräche mit Investoren habe man dort geführt, so Dietrich.
Interessiert zeigt sich zudem Micro­soft Österreich, das StoreMe im Zuge der „Innovation to Company“-Challenge der Wirtschaftskammer Wien (www.i2c.wien) als einen von vier Finalisten ausgewählt hat, um mit diesen hoch skalierbare Cloud-Lösungen, insbesondere für Herausforderungen rund um das globale Phänomen der Urbanisierung, weiterzuentwickeln.

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