Export bleibt Konjunkturmotor

Vor 20 Jahren führte Österreich Waren im Wert von 35 Milliarden Euro aus, heute sind es bereits 128 Milliarden Euro. Sechs von zehn Euro erwirtschaftet Österreich damit im Export.

Foto: Panalpina

Trotz des wahrlich nicht einfachen Umfelds konnte Österreichs Exportwirtschaft im letzten Jahr einen neuen Rekord erzielen. 1,7 Prozent mehr Ausfuhren bedeuten für 2014 ein Exportvolumen von 127,9 Milliarden Euro. Die Importe hingegen gingen um –0,8 Prozent auf 129,7 Milliarden Euro zurück, woraus sich unterm Strich ein Handelsdefizit von 1,8 Milliarden Euro ergibt. Und das ist weniger als die Hälfte des Handelsdefizits aus dem Jahr 2013, als sich dieses auf 4,9 Milliarden Euro belief. Allen voran freut die Exportdynamik den Präsidenten der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl. Das neuerliche „Alltime-high“ bei den österreichischen Ausfuhren unterstreicht für ihn die große Bedeutung der heimischen Exportwirtschaft „als wichtigster Stütze der österreichischen Konjunktur“. Ebenso wie die Exporte selbst stieg auch die Zahl der exportierenden Unternehmen: von 47.000 im Jahr 2013 auf 50.000 im letzten Jahr. Diese sind mittlerweile in rund 220 Ländern weltweit vertreten und bis 2018 soll ihre Zahl sogar auf 60.000 steigen. 

Wie Export wirkt

Die großen Treiber dieser Internationalisierung der heimischen Wirtschaft waren allen voran die Ostöffnung und der EU-Beitritt inklusive Einführung des Euro. Vor allem die Ostöffnung 1989 bewirkte, dass sich nicht mehr nur Großkonzerne über die Grenzen trauten, sondern zunehmend auch kleine und mittelgroße Unternehmen. So konnte die niederösterreichische Wirtschaftsagentur ecoplus durch die intensivierte Bearbeitung der Märkte vor der Haustür allein im Zeitraum 2004 bis 2013 beispielsweise in der Slowakei ein Exportplus von 122 Prozent und in Tschechien ein Plus von 72 Prozent ermitteln. Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav: „Seit der EU-Osterweiterung im Jahr 2004 hat das Land Niederösterreich seine Chancen in Osteuropa genutzt. Derzeit gehen rund 20 Prozent der niederösterreichischen Exporte in die fünf Märkte Tschechien, Polen, Ungarn, Slowakei und Rumänien. Es gilt auch in der Zukunft, diese Position sowohl abzusichern als auch auszubauen, zumal die BIP-Prognosen für Osteuropa über jenen von Westeuropa liegen.“ Insgesamt weist das größte heimische Bundesland eine Exportquote von rund 40 Prozent auf. Und einer Studie des Economica Instituts für Wirtschaftsforschung zufolge sichert jede Milliarde Exportumsatz niederösterreichischer Unternehmen über 11.000 Arbeitsplätze und eine regionale Wertschöpfung von 260 Millionen Euro, woraus sich die Wichtigkeit zur Stärkung der Exportwirtschaft ableiten lässt.  


Den gesamten Artikel lesen Sie im GEWINN extra 5e/2015. 

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